Die Zusatzstoffe in Zigaretten
Das Ministerium für Verbraucherschutz hat im Internet eine Liste mit allen Zusatzstoffen, welche in Zigaretten, Tabak, Feinschnitt und Zigarren vorkommen, veröffentlicht. Rund 600 Zusatzstoffe setzen die Herstellerfirmen Ihren Erzeugnissen zu. Viele dieser Stoffe stehen im Verdacht das Krebsrisiko zu erhöhen. Seit 2001 werden die Hersteller und Importeure durch die EU-Richtlinie 2001/37/EG verpflichtet alle Inhaltsstoffe offen zulegen.
Die Liste wurde in Zigarren, Pfeifentabak, Feinschnitt und Zigaretten und nach dem Markennamen unterteilt. Somit kann sich jeder Raucher seine Marke raussuchen und sich über die enthaltenen Zusatzstoffe kostenlos informieren. Bei der Liste für Zigaretten kann man sich zusätzlich Informationen zu Nikotin-, Teer- und Kohlenmonoxidgehalt einholen.
Das Ministerium für Verbraucherschutz plant im Nachgang die Liste der Zusatzstoffe zu erweitern und aktuell zu halten. Ebenso sollen der Verwendungszweck der einzelnen Zusatzstoffe erläutert werden.
Insgesamt besteht die Liste aus sage und schreibe 1.174 Seiten. Beispielhaft sind Zusatzstoffe wie Johannisbrotkernmehl, Menthol, Paraffine, Glyzerin, Lakritze und weitere Stoffe enthalten. Wenn die Zusatzstoffe nun beim Rauchen verbrennen, gehen Wissenschaftler davon aus, dass dadurch gesundheitsgefährdende Stoffe freigesetzt werden können. Diese Inhaltsstoffe werden unter anderem eingesetzt, damit eine längere Haltbarkeit erzielt wird oder der menschliche Organismus das Nikotin besser aufnehmen kann.
Sogar Gewürze und süße Stoffe wie Nelken, Zucker und Vanille werden bei der Verarbeitung einiger Marken verwendet. Dies animiert besonders Jugendliche zum Glimmstängel zu greifen, weil der derbe Geschmack einer Zigarette dadurch abgemildert wird.
 

Relief Raucherentwöhnung

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